Samstag, 6. Dezember 2014

STONEMAN – HUMAN HATER

Release: 26.11.2010
Format: CD
Twilight Zone Records, Industrial Metal, 11 Songs
Wenn man an schweizer Metalbands denkt, wer kommt einem da in den Sinn? Celtic Frost, Eluvetie und Samael werden einige sagen. Schaut man allerdings etwas über den bekannten Tellerrand stößt man unweigerlich auf die Industrial Metal Formation namens Stoneman. Da ich die Band allerdings bis auf „Human Hater“ noch nicht kenne, kann ich hier nur trockene Fakten als Eckdaten bringen: 2004 von Sänger Mikki Chixx und Schlagzeuger Rico H. Gegründet. Das erste Album „Sex. Drugs. Murder.“ wurde 2006 veröffentlicht und ein Jahr später folgte schon „How to spell Heroin“. Nach dem hier vorliegenden Werk „Human Hater“ dauerte es nun noch weitere 4 Jahre bis dieses Jahr der Nachfolger und Platz 4 der deutschen Alternative Charts „Goldmarie“ erschien.

Doch nun zu „Human Hater“ und wie der Titel bereits erahnen lässt punktet das Werk ncht gerade mit übertriebener Lebensfreude. „White Star“ stellt hier den gelungenen Auftakt dar, in dem die Band direkt von Anfang an schonungslos die Marschrichtung bestimmt. Weiter geht es über einen der vielen misanthropischen Ohrwürmer „I hope you all die soon“ und dem stärker elektronisch wirkendem „Zombie Zoo“, in welchem niemand geringeres als Wednesday 13 einige Gesangparts übernimmt. Während dann „Trail of Destruction“ einen melodiöseren Einschlag zeigt geht es im Titeltrack schon wieder hart nach vorn. Diesen „mitten in die Fresse“ Style führen auch Songs wie „Built of Anger“ und „Kendra comes“, welches auch durch Einsätze verschiedener Gesangsstile mein absoluter Favorit auf der Scheibe ist, erbarmungslos weiter. Lediglich „Sugar Mama“ und „Let the Beast come in“ lassen durch ewige Wiederholungen Müdigkeit aufkommen, fallen aber musikalisch nicht weit hinter die anderen Songs zurück. Den Abschluss dieses misanthropischen Höllenritts bildet „No sweet November“ welches fast schon balladesk ist und mit Hilfe von van Velvet (als Songwriter unter anderem schon für Falco, Joachim Witt und Die Prinzen aktiv gewesen) verfeinert wurde.

„Human Hater“ ist trotz kleinerer Schwachstellen ein erstklassiges Album, dem leider zu wenig Beachtung geschenkt wurde und ich war selten glücklicher über so einen Zufallsfund. So gibt es hierfür 4 von 6 Punkten und eine klare Kaufempfehlung.

Anspieltipps: „Hope you all die soon“, „Zombie Zoo“, „Trail of Destruction“, „Kendra comes“

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